Archivbilder
Die Bilder aus dem Archiv für Zeitgeschichte zeigen Szenen der ersten Schweigemärsche der «Aktion Solidarität mit den verfolgten Christen», die am Bettag, dem 20. September 1975, in Zürich und Bern stattfanden. Unter Bannern mit Aufschriften wie «Christen aller Länder, vereinigt Euch!» versammelten sich mehrere tausend Teilnehmende zu einem stillen Protestzug, der mediale Aufmerksamkeit und innerkirchliche Debatten auslöste. Die von Pfarrer Hansjürg Stückelberger initiierten Schweigemärsche wurden von der Christlichen Ostmission (COM) mitgetragen.
Hansjürg Stückelberger
Hansjürg Stückelberger war die treibende Kraft hinter den Schweigemärschen der «Aktion Solidarität mit den verfolgten Christen», die erstmals am Bettag 1975 in Zürich und Bern stattfanden. Unter der Rubrik "Betroffene berichten" erzählt er, wie er die Schweigemärsche erlebte und was ihn damals bewegt hat.
Hansjürg Stückelberger (2.v.l.) am Schweigemarsch
Protestaktion während des Schweigemarsches
Protestaktion während des Schweigemarsches
Demonstrationszug
Demonstrationszug
Hansjürg Stückelberger bei seiner Rede
E. Voss bei seiner Rede
Pfarrer Ernst Müller (Kirchenratspräsident) bei seiner Rede
Hans Henny (Generalvikar) bei seiner Rede
Redner vor einem CSI-Transparent mit Hansjürg Stückelberger (1.v.r.)
Fackelzug 1977
Fackelzug 1977
(Bildnachweis: Archiv für Zeitgeschichte: IB CSI-Archiv / 1773)
Quellentext
Frischknecht, Jürg. 1979. «Christliche Ostmission – Politik mit dem Evangelium». S. 384–91 in Die unheimlichen Patrioten: politische Reaktion in der Schweiz: ein aktuelles Handbuch. Zürich: Limmat Verlag Genossenschaft.
Das Kapitel Christliche Ostmission – Politik mit dem Evangelium aus Die unheimlichen Patrioten. Politische Reaktion in der Schweiz von Jürg Frischknecht, Peter Haffner, Ueli Haldimann und Peter Niggli skizziert die Aktivitäten der Christlichen Ostmission (COM) sowie ihre internationale Vernetzung über Christian Solidarity International (CSI). Die COM engagierte sich in den 1970er-Jahren mit Bibelschmuggel, Schweigemärschen und Öffentlichkeitskampagnen für verfolgte Christen. Dabei verbanden sie evangelikale Mission mit antikommunistischer Rhetorik und suchten gezielt kirchliche und politische Unterstützung – nicht ohne innerkirchliche Kontroversen. CSI wurde im Anschluss an die Schweigemärsche von 1975 gegründet.
Das Kapitel analysiert die Entwicklungen von COM und CSI von 1960 bis 1979. Aus urheberrechtlichen Gründen stellen wir den Originaltext nicht zur Verfügung. Wie sich die Organisationen weiterentwickelten, ist dem historischen Überblick der Organisationen selbst, CSI und COM, zu entnehmen